Home-Office: Meine Top 10 für das Arbeiten zuhause

Wer kennt es nicht? Man sitzt im Büro, das Telefon klingelt, man muss gleich ins Meeting und 2 Kollegen warten neben dem Tisch seit 10 Minuten auf Feedback. Es kann innerhalb eines Büros zu ganz schönen „Peaks“ kommen. Ärgerlich wird das Ganze, wenn diese Peaks sich so engmaschig aneinander reihen, dass man kaum noch Phasen zusammen bekommt, in denen man den Kopf frei kriegt und KONZENZRIERT an der Lösung eines Problems arbeiten kann.

Kommt euch das bekannt vor? Dann seid ihr vielleicht auch jemand wie ich, der die Vorzüge der Arbeit im Home-Office zu schätzen weiß. Hier lsite ich nun meine Top 10-Gründe auf, warum Home-Office (für mich) einfach großartig ist:

Platz 10: Kein Dresscode

Kein Dresscode bedeutet für mich, dass ich in bequemen Klamotten vor dem Rechner sitzen kann. Shirt, Jeans, Shorts oder Jogginghose. Keine vorgeschrieben Arbeitskleidung ist ein Privileg, was ich jeden Morgen aufs Neue schätze.

Platz 9: Minimierung der Störquellen einfach möglich

Wenn in deutschen Büros mal wieder jemand von gestressten Kollegen umringt ist, 10 Telefone in einem Büroraum parallel klingeln, das Großraumbüro mal wieder Hitzestau hat, habe ich nur ein müdes Lächeln übrig. Kurz vor Feierabend kann nicht noch ein Kollege aus Abteilung XY kommen und die berühmte Frage stellen: „Kannst du nicht eben noch…?“

Im Home-Office schalte ich regelmäßig Störquellen aus. Telefon, Handy, Twitter, Mails, überflüssige Fenster. Und dann wird Timer gestellt und konzentriert an EINER Aufgabe gearbeitet. Produktiv, konzentriert, ergebnisorientiert. Sowas ist meiner Erfahrung nach in vielen Büros nicht mal ansatzweise drin. Unter Störquellen leidet meine Produktivität definitiv.

Platz 8: Keine Rücksicht auf weitere Büro-Bewohner

  • „Kannst du mal bitte Musik leiser machen?“
  • „Fenster zu, es zieht.“
  • „Blockierst du gerade den Drucker?“

Ach, die lieben Kollegen. Natürlich muss man sich im Großraumbüro einschränken, damit die Abläufe funktionieren. Doch damit ich meine eigene Produktivität maximieren kann, ist die Demokratie bei mir hier im Home-Office passé. Musik an, wenn es gefällt. Serien gucken nebenbei, kein Problem. Und wenn es gerade passt, essen am Schreibtisch.

Platz 7: Guter Kaffee

Vorbei die Zeiten mit zugesifften Vollautomaten, abgestandenem Filter-Kaffee. Meine favorisierte Kaffee-Lösung ist eine Siebträgermaschine, an der man nach Lust und Laune einen grandios frischen Espresso selber zapfen kann. Besser kann man nicht in den Tag kommen.

Platz 6: Kein Zeitverlust durch Anfahrt zum Arbeitsplatz

Wie oft habe ich schon auf die U-Bahn gewartet, habe neben pubertierenden Großstädtern deutsche Vorstadt-Ghetto-Musik aus überforderten Handylautsprechern genießen dürfen. Was im ersten Moment vielleicht spießig klingt, ist eigentlich ein Zeitkiller. Für viele Arbeitgeber ist Home-Office der Mitarbeiter gar nicht vorstellbar. So verliert man jeden Tag kostbare Zeit.

Diese Zeit kann ich jetzt effektiv für mich nutzen. Länger schlafen? Manchmal. Den Tag in Ruhe planen oder schon mal anfangen mit Arbeit? Klar! Stattdessen Sport machen? Gelegentlich. In meinen Augen alles sinnvoller als zur Arbeit zu fahren oder im Stau zu stehen. Und günstiger ist es auch noch.

Platz 5: Keine „Ich bin am längsten im Büro“-Spielchen

Ich selbst kenne das Problem jetzt nicht so genau, aber aus meinem Freundeskreis gibts doch einige, die das Spielchen kennen. Der Kollege kommt als erstes, geht als letztes und genießt daher ein gutes Standing beim traditionellen Chef. Wer lange bleibt, schafft viel. Oder auch nicht.

Wann hört diese Einschätzung endlich auf, dass solche Bürohengste per se effektiv arbeiten? Wenn man statt 8 Stunden nur 5 Stunden für die gleiche Arbeit benötigt, sollte das honoriert werden. Stattdessen ist es in Deutschland wohl in die Verfassung gegossen, dass dann eher die Chef-Augenbrauen nach oben gehen und gefragt wird, ob man denn nichts zu tuen habe.

Platz 4: Man lernt die eigene Arbeitsweise kennen

Wenn man einmal die Gelegenheit hat und sich seinen eigenen Arbeitsalltag selbst gestalten kann, der lernt zwangsläufig, welchen Arbeitsrhythmus und welche Arbeitsmethoden gewählt werden müssen, damit man effektiv arbeitet. Ich habe z.B. gemerkt, dass ich ohne zeitliches Grundgerüst (so eine Art Stundenplan) zu lange einzelne Themen bearbeite. Ich schiebe es jetzt einfach mal auf meinen Hang, die Details zu sehr zu beachten.

Damit andere wichtige Themen (auf die man vielleicht nicht so Lust hat) trotzdem nicht zu kurz kommen, muss ich mich da manchmal etwas bremsen. Und wie konkret? Na mit einem ganz normalen Küchentimer =) Wenn man also seine eigene Arbeitsweise mal mehrere Wochen dokumentiert und analysiert, lässt sich einiges für die Zukunft optimieren.

Platz 3: Ziele SELBST setzen

Wer hatte nicht schon mal das Gefühl, dass der Chef nicht so wirklich einschätzen kann, was ein realistisches Ziel ist? Die eigenen Ziele festlegen ist ein Luxus, den ich nicht mehr hergeben möchte. So lernt man erstens eine realistische Sichtweise auf verschiedene Problemstellungen und zweitens kann man seine eigene Arbeitsgeschwindigkeit besser einschätzen lernen. Natürlich ist es auch wichtig, die eigenen Erfolge aufzuzeichnen und zu dokumentieren. Das geht zum Beispiel auch mit einem Blog, so wie ich es hier vorhabe. Oder auch einem Excel-Sheet, einem Whiteboard. Hauptsache, man kann aus den aufgezeichneten Fortschritten Motivation ziehen, wenn man sie mal braucht. Und solche Phasen kommen immer mal wieder.

Platz 2: Zeit für Weiterbildung

Ich nehme mir jeden Tag mindestens eine Stunde, um mich weiterzubilden. Feeds lesen, Fachlektüre, Tutorials im Netz. Wissen will wachsen. Bisher hatte ich keinen Arbeitgeber, bei dem so etwas aktiv gefördert wurde. Weiterbilden ja, aber nicht unbedingt während der Arbeitszeit. Im Home-Office mache ich es während der Arbeitszeit. Sozusagen als Pause vom Tagesgeschäft. Immer zwischen zwei eher drögen Aufgaben als Futter für den Geist. Macht einfach Spaß!

Platz 1: Freie Zeiteinteilung

Ich möchte heute mal eine Stunde später anfangen? Ich möchte heute mal ausgedehnter Mittag machen? Ich arbeite mal länger, weil ich grad gut im Flow bin? Kein Problem! Das wichtigste Argument für Home-Office. Ich bestimme, wann ich arbeite und wie lange ich arbeite. Denn besser als man selbst kann niemand beurteilen, ob und wie man gerade arbeiten möchte. Wichtig ist natürlich, dass die Arbeit nicht liegen bleibt =)

Jetzt seid ihr gefragt. Was findet ihr besser: Büro mit Kollegen, Home-Office oder Bürogemeinschaft? Was stört euch in eurem Arbeitsalltag?

15 Comments on “Home-Office: Meine Top 10 für das Arbeiten zuhause

  1. Hallo Alex,

    vorweg: Ich arbeite auch aus dem Home Office und bin damit mehr als zufrieden. Trotzdem sehe ich einige Punkte anders beziehungsweise muss diese anders angehen um effektiv arbeiten zu können:

    1.) Freie Zeiteinteilung
    Später anfangen oder ausgedehnt Mittag machen ist bei mir in der Regel nicht drin. Wenn ich einmal aus dem Tackt raus bin, komm ich so schnell nicht wieder rein. Deshalb mach ich jeden Tag zur selben Zeit Mittag und auch die Weckzeit ist eher eine Konstante als Variable. 😉

    2.) Keine “Ich bin am längsten im Büro”-Spielchen
    Natürlich kommen solche Spielchen erst gar nicht auf, wenn es aber der Fall wäre, wäre ich als Selbständiger eh der Gewinner. Bei mir ist es so, dass ich jeden Tag mindestens zehn Stunden arbeiten muss, um wenigstens ansatzweise meine ToDo zu verkleinern.

    3.) Minimierung der Störquellen einfach möglich
    Ich glaube viele haben damit eher Probleme als das es von Nutzen ist. Vor allem das Internet in seiner vollen Pracht ist ja wohl Ablenkung pur. Wer sich da nicht disziplinieren kann, eben weil er keinen Chef im Nacken hat, wird wohl auch schnell abgelenkt.

    Ansonsten sehr schöner Artikel!
    Ehrlich gesagt habe ich auch gar nicht den direkten Vergleich, da ich von der Schule direkt in die Selbständigkeit (http://www.torbenleuschner.de/blog/97/von-der-schule-in-die-selbstandigkeit-geht-das/) und damit ins Home-Office gegangen bin.

    Beste Grüße,
    Torben

  2. Hi Torben, danke für deine Stellungnahme.

    1. Das Mit der freien Zeiteintelung hat sich bei mir auch erst so ergeben, nachdem ich (noch aus dem „richtigen“ Berufsleben) immer ein gewisses Schema eingehalten habe. Für mich funktionierts mit variabler Zeiteinteilung nicht unbedingt aus produktiver Hinsicht besser, aber meine Laune beim Arbeiten ist einfach viel besser. Und das wirkt sich dann auch wieder auf die Motivation aus. Zumindest bei mir =)

    2. Genau getroffen. Wenn es NOTWENDIG ist, arbeitet man lange. Wenn nicht, halt nicht. Nur das Dogma entfällt angenehmerweise.

    3. Stimmt, ich beobachte das bei mir auch immer gerne, wie ein simples Aufpoppen einer neuen Mail meinen Arbeitsfluss für mehrere Minuten lahm legt. Weil dann guckt man auch wieder kurz in Twitter, dann muss kurz Feed überprüft werden. Dafür bin ich wohl anfällig.

    Schönen Gruß, Alex

  3. Sehr schöes Posting, bei vielem kann ich zustimmen, bei einigen Punkten muss ich aber einhaken.

    Punkt 9: Dafür gibt es aber andere Störquellen die mich zumindest oft aus der Arbeit rausreisen. Der DHL-Mann, das private Telefon usw. Ganz frei von Störquellen ist man nicht.

    Punkt 4: Wenn man sie denn kennenlernt. Das ist schwieriger als manch einer denkt…

    Punkt 1: Auch wenn das immer das Killer-Argument ist für die Selbständigkeit bzw. das Home-Office, ist es doch auch das gefährlichste. Die freie Zeiteinteilung…
    Wenn ich nämlich nicht aufpasse, dann ist schnell mal die Mittagspause länger als geplant oder aber man fängt an einem Tag später oder garnicht an…
    Ich halte es ähnlich wie Torben. Ich reise mein Pensum runter, also meine Must-Do´s, dann kommt die Kür inkl. die von dir benannte „Weiterbildung“ und erst dann nehme ich mir die Freiheit der freien Zeiteinteilung, mache dann nämlich Feierabend, wenn ich meine das es richtig ist. Und nicht früher.

    Im Home-Office ist man immer selbständig, auch wenn man vielleicht irgendwo angestellt ist. Aber dennoch gilt immer: Selbständigt heißt schlicht und ergreifend „Selbst“ und „Ständig“

  4. Hi Uwe,

    super zu hören, wie andere „Home-Worker“ mit dem Thema freie Zeiteinteilung umgehen. Danke für deine Zeilen.

    Zum Thema „Freie Zeiteinteilung“:
    Das Problem mit dem „später anfangen“ kenne ich sehr gut. Als ich noch gar keine Grundstruktur in meinen Tag gebracht hatte (in Form eines Stundenplans z.B.) passierte mir das auch das ein oder andere Mal.

    Und dann kam den ganzen Tag das schlechte Gewissen. Dem begegne ich jetzt so, dass ich mir bewusst 2 Tage in der Woche ausgesucht habe, wo ich länger schlafen darf und dafür halt etwas länger arbeite. Das wäre vielleicht eine Alternative für Langschläfer =) Ich freue mich jedenfalls immer auf diese beiden Tage.

    Das mit dem Feierabend machen sehe ich genau wie du, Uwe. Man macht halt, bis man die Todos für den heutigen Tag erledigt hat und es sich „richtig“ anfühlt, Feierabend zu machen. Bei mir ist das meistens so ein „Lief-doch-gut-heute“-Gefühl.

    Zu den Störquellen:
    Stimmt, es kommen andere Störquellen dazu. Was mir auch immer mal wieder auffällt, dass Verwandte und Freunde oft davon ausgehen, dass man immer Zeit hat für dies oder das, sprich seine Arbeit einfach an und abschalten kann. Das hat Torben auch sehr schön in seinem verlinkten Artikel beschrieben. Aber nichtsdestotrotz finde ich, dass sich die Störquellen im Home-Office tendenziell leichter abschalten lassen als z.B. im Großraum, wo es nur im begrenzten Rahmen möglich ist.

  5. Das mit den Freunden, Bekannten und der lieben Verwandschaft hatte ich ganz vergessen. Das stimmt zu 100%. Die gehen wirklich immer davon aus, dass man immer und zu allem Zeit hat.
    Man könnte manchmal wirklich meinen, die denken alle man hätte eh nix zu tun… 😉

  6. Vergleicht man das Home-Office mit dem Großraumbüro, liegt ersteres für meinen Geschmack ganz klar vorn. Zur Zeit arbeite ich im Büro mit einem kleinen Team und teils von zuhause aus. Dort werden dann eher die strategischen Themen und Aufgaben behandelt, bei denen v.a. Ruhe und Konzentration nötig sind.
    Meine Idealvorstellung ist eine Mischung aus operativer Büroarbeit mit überschauberem Team, Homeoffice plus Coworking auf Reisen.

  7. Hi Alex,

    Interessanter Artikel.

    Ich arbeite derzeit in einem kleinen Büro mit einem Kollegen zusammen.
    Grundsätzlich möchte ich es nicht missen, mich mal fachlich mit Ihm austauschen zu können, wenn gerade mal wieder Blockade ist oder einfach die zündende Idee fehlt.

    Aber auf der anderen Seite sind da natürlich die „Störungen“ in Form von Kollegen, die grundsätzlich der Meinung sind, ich habe nur auf sie gewartet, damit sie mich endlich mit Arbeit versorgen .. mache ja sonst nicht hier.

    Das ist für mich der absolut nervigste Teil des Bürojobs und ein Grund dafür, dass man eigentlich 1-2 Homeoffice Tage in der Woche einlegen sollte, um ungestört und produktiv arbeiten zu können und seine ToDo’s abarbeiten kann.

    Man fängt an, sich in einen Sachverhalt einzulesen, hineinzudenken, Lösungsansätze zu suchen und zu erarbeiten … und dann kommt plötzlich aus dem Off „..hast du gerade mal Zeit? .. Ich habe dich doch jetzt nicht bei irgendetwas wichtigem gestört, oder?“

    Nach der 3 Störung gibt man dann meistens entnervt auf …

    Es ist wohl das Los als Admin, dass man Mädchen für alles ist – solange nur der Begriff „Technik“ in jeglicher Wortstammform vorkommt – und jedes Problem grundsätzlich das wichtigste überhaupt und ohnehin das dringlichste ist.

    Ich habe es mir daher inzwischen angewöhnt, Projektarbeiten entweder ganz früh oder sehr spät zu erledigen, wenn es „noch ruhig“ im Büro ist.
    Es hat also nicht immer etwas mit „Ich bin am längsten im Büro“-Spielchen zu tun. Ab und an ist es schlichte Notwendigkeit.

    Werde mir jedenfalls den einen oder anderen Punkt mal zu Gemüte führen und schauen, was man davon trotzallem umsetzewn kann … auch in einem Büro.

    … keep the fire burning :-)

  8. Hi Thorsten, hi Willy,

    ihr geht ja tendenziell in eine ähnliche Richtung.

    Ein Mix aus Home-Office und gegenseitiger Inspiration und Feedbackschleife könnte ich mir im richtigen Projekt mit den passenden Kollegen auch gut vorstellen. Auch wenn ich so eine Konstellation jetzt selbst noch nicht hatte.

    @Willy:
    Den Punkt, Arbeiten zu erledigen, wenn es noch oder endlich ruhig im Büro ist, hatte ich schlichtweg übersehen. In solchen Fällen ist es klar notwendig und sinnvoll. Nur irgendwie kann es ja auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, wenn man die eigentliche Arbeit in den unbezahlten „Überstunden“ erledigt, weil man während der eigentlichen Arbeitszeit nicht dazu kommt. Wenn mal Relaunch ist oder ein wichtiges Feature umgesetzt werden muss, ok, aber wenn das zur Gewohnheit wird, finde ich sowas bedenklich. Also so rein theoretisch, in einer perfekten Welt…

  9. Moin Alex,

    so eigentlich kann ich alle Punkte 1zu1 so übernehmen, aber nur eigentlich. der Punkt mit den Arbeitszeitspielchen hat mich noch nie interessiert.

    Bei mir steht die Selbstständigkeit zwar erst ab dem 01.04.2011 bevor, aber die wichtigsten Gründe finden sich auch in deiner Liste wieder: Der Arbeitsweg, die Mitarbeiter, die eigene Arbeitsweise, kontinuierliche Weiterbildung und vor allem der Kaffee … Die Konsequenz war einfach der Schritt in die eigene Firma

  10. Hi Lars,

    der erste April ist ein schönes Datum zum Gründen. Spreche da aus Erfahrung =)

    Das hört sich spannend an, da du wohl auch einen ähnlichen Weg gehst wie ich, sprich aus der Anstellung heraus in die Selbstständigkeit. Korrigier mich, wenn ich falsch liege. Da kann man immer nur viel Erfolg und vor allem Spaß wünschen.

    Kann da zum Start nur den Existenzgründerzuschuss der AfA empfehlen. Relativ easy zu bekommen (auch für Teamgründungen) und die ersten Monate in Ruhe arbeiten können ist schon ein toller Bonus zum Start in die Selbstständigkeit. Es sollte mehr solche Förderungen geben. (Gibt es bestimmt, nur habe ich noch nicht gefunden)

  11. Hi Alex,

    nö da gibt es nichts zu korrigieren. Es ist genau wie du schreibst :) Aus der Anstellung (OM-Agentur) in die Selbstständigkeit, natürlich mit AfA-Zuschuss …

    Es ist auf jeden Fall die richtige Entscheidung gewesen, dass lässt sich jetzt schon absehen.

  12. Hallo Alex,
    schöner Artikel – es tut gut zu sehen, dass es anderen ähnlich geht wie einem selbst! :-)
    Deine Punkte kann ich weitgehend auch so für mich unterschreiben. Vor allem die Sache mit dem fehlenden Arbeitsweg war den Winter über für mich eine sehr angenehme Sache – ich fahre nur sehr ungern bei Schnee und Eis und bin immer schon völlig fertig am Arbeitsplatz angekommen. Umso entspannter starte ich jetzt in den Tag.
    Die größte Störquelle, die ich noch nicht eliminieren konnte, sind die schon erwähnten Freunde, Bekannte, Familienmitglieder, die denken: die hat ja Zeit, ist ja zuhause! Erst vorgestern habe ich meine Mutter kräftig angeschnauzt, weil sie zum absolut ungünstigsten Zeitpunkt vor der Tür stand und etwas von mir wollte. Im Nachhinein tut’s mir natürlich leid, aber wenn ich irgendwo anders arbeiten würde, dann hätte sie auch nicht einfach so vorbeikommen können und mal eben dies und das… Naja, aber trotzdem ist das Home Office für mich einfach eine wunderbare Sache. Und umgekehrt finde ich es manchmal ja auch ganz nett, wenn tagsüber das Telefon klingelt und man mal ein paar Minuten mit jemandem reden kann. (Jemand, der einem mehr antwortet als „Miau!“)
    Die freie Zeiteinteilung genieße ich sehr, grade in den warmen Monaten. Ich hab kein Problem damit, um drei Uhr nachmittags mit einer Freundin Eis essen zu gehen – die verlorene Zeit hole ich abends locker wieder rein, wenn es vor Mitternacht eh zu warm zum Schlafen ist. Und ich stelle immer wieder fest, dass es mir ab und an ganz gut tut, mal eine etwas längere Pause zu haben, einfach um den Kopf freizubekommen.
    Was mir dafür noch nicht so gut gelingt ist das Abschalten am Abend. Ich gehe oft nachts noch irgendwelche Texte durch (gedanklich) oder mache mir Gedanken über dieses und jenes Projekt. Und zwar auch manchmal dann, wenn ich abends noch einen privaten Termin habe. Fände es interessant zu hören, wie die anderen Home-Worker das machen. Da muss ich für mich noch eine Lösung finden. Aber ich bin zuversichtlich… :-)

  13. Hi Elke,

    das mit der freien Zeiteinteilung ist im Somer ne feine Sache, da hast du recht. Da mein Home-Office direkt im Dach ist, lege ich die Arbeit im Sommer auch eher in die kühleren Stunden.

    Für das Problem mit dem „Abschalten am Abend“ könntest du ja mal probieren, die Sachen, die dir durch den Kopf gehen in eine Art ToDo für den nächsten Tag zu packen. Zumindest bei mir ist es so, dass ich ruhiger einschlafen kann, wenn ich die ungeklärten Sachen schon gesammelt habe und nicht so eine „Unordnung“ im Kopf habe.

    Aber so ganz vermeiden kann diese Gedanken als Selbstständiger wahrscheinlich nicht. Man ist ja mit Herzblut dabei =) Da gehört das meiner Meinung nach dann manchmal auch einfach zum Selbstständig sein dazu.

  14. Ich kann dir in vielen Punkten völlig zustimmen und erkenne mich in deinem Artikel an vielen Stellen quasi selbst wieder. Die Non-Pflicht zur Arbeitskleidung würde ich vielleicht sogar ein paar Plätze höher setzen, aber die Prioritäten können natürlich wanken. Dennoch, wie gesagt, fast wie ein Spiegel … 😉

  15. Spieglein Spieglien an der Wand. Es wurden viele Vorteile aufgelistet. Doch überwiegen nach einer gewissen Zeit meist die Nachteile. Doch eines sei gesagt: Mit der Zeit kann das HomeOffice zum Gefängnis werden. Die Motivation schwindet von Tag zu Tag und der Kontakt zu anderen Geschäftsleuten findet meist per Email statt. In meinem Blog habe ich auch unter dem Titel „Home Office – Büroräume der Zukunft?“ meinen Senf zu diesem Thema beigetragen. Wer ein Homeoffice betreibt, sollte von Anfang an für Abwechslung sorgen und sich auch mal mit Leuten treffen, die ebenfalls ein Office betreiben. Einfach um Erfahrungen von Angesicht zu Angesicht zu tauschen oder einfach mal zu plaudern. Es meldet das Home Office aus Lippetal nähe Hamm. :)

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